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Einkommensbescheinigung § 9 Abs. 2 WoFG


Die Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) benötigen Sie, wenn Sie eine nach den ModInst-Richtlinien ab 1995 geförderte modernisierte Altbauwohnung bewohnen oder anmieten wollen, und eine reduzierte Miete zahlen möchten. Denn in Häusern, die nach der so genannten ModInst-RL 95 gefördert wurden, sollen Mieter mit geringem Einkommen keine höhere Kaltmiete als die Durchschnittsmiete im vergleichbaren sozialen Wohnungsbau zahlen. Diese besondere Mietobergrenze beträgt zurzeit 4,85 Euro/m².

Jedoch berechtigt seit Oktober 2007 der WBS nur noch zum Bezug einer geförderten Wohnung, die vergünstigte „WBS-Miete“ können seither nur noch Mieter in Anspruch nehmen, deren Einkommen die bis dahin geltenden Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Diese entsprechen den bundesweit gültigen Grenzen für den WBS und werden durch die Einkommensbescheinigung § 9 Abs. 2 WoFG nachgewiesen, die also keinesfalls mit einer gewöhnlichen Einkommensbescheinigung, wie sie vom Arbeitgeber ausgestellt wird, zu verwechseln ist!

Die Differenz zur Ist-Miete wird nach Vorlage der Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG durch die Investitionsbank Berlin (IBB) als Aufwendungszuschuss erstattet. Die Einkommensbescheinigung ist vom Mieter dem Vermieter vorzulegen, der dann den Zuschuss bei der Investitionsbank Berlin beantragt. Die IBB bewilligt die Subvention für den Zeitraum von drei Jahren. Danach muss wieder ein neuer Antrag gestellt werden.

Beantragung der Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG

Die  Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG wird beim Bürgeramt beantragt. Die Bescheinigung kann nur in dem Bezirk beantragt werden, in dem der Mieter bzw. Wohnungssuchende gemeldet ist.

Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in Berlin haben, können Sie die Bescheinigung in jedem Bezirk beantragen. Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in Berlin haben, aber bereits einen WBS aus einer anderen Gemeinde haben, müssen Sie diesen in Berlin neu beantragen, da in Berlin andere Einkommensgrenzen gelten.

Bei zeitgleicher Beantragung mit dem WBS reicht die einmalige Vorlage der Unterlagen.

Kosten der Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG

Die Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG ist gebührenfrei.

Erforderliche Unterlagen

Dem ausgefüllten Antrag sind folgende Anlagen beizufügen: Einkommenserklärung, Einkommensbescheinigung und Erklärung über die derzeitigen und persönlichen Wohnverhältnisse. Alle Angaben die im Antrag gemacht werden, sind durch geeignete Kopien zu belegen. Zum Beispiel:

  • Geburtsurkunde/n des/r Kindes/r bzw. Vaterschaftsanerkennung z.B. bei Lebensgemeinschaften
  • Schwerbeschädigtenausweis ab GdB 50 v.H.
  • Nachweis über Leistungen der Pflegeversicherung
  • Mutterpass mit Eintragung der 14. SSW
  • Bei Studenten die Semesterbescheinigung und bei ausländischen Studenten die Bescheinigung über die Dauer des Studiums
  • Pass mit Aufenthaltsgenehmigung bzw. Freizügigkeitsbescheinigung
  • Rentenbescheid, BAFöG-Bescheid, SGB II , SGB X–Bescheid usw.
  • bei Selbstständigen: Steuerbescheid oder Vordruck A 58 abgestempelt vom Finanzamt
  • bei Aufwendungen zur Erfüllung von Unterhaltsverpflichtungen werden der Unterhaltstitel und die Nachweise der Zahlungen der letzen Monate benötigt
  • Erhält ein Kind Unterhalt, so werden der Unterhaltstitel und der aktuelle Zahlbeleg benötigt
  • Für Kinder ab 16 Jahren bitte die Schulbescheinigung beifügen.

Antragsformular auf dem Formularserver der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/formulare/de/wohnen.shtml#wohnwirt

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