Gesellschaft für Sozialplanung und Stadtforschung mbH

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Informationen zum Wohnberechtigungsschein


Es gibt rund 150.000 Sozialmietwohnungen in Berlin. Für die Anmietung einer Sozialwohnung ist meistens ein einkommensabhängiger Wohnberechtigungsschein (WBS) nötig. Auch durch eine öffentliche Förderung von Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durch Berlin können Altbauwohnungen für einkommensschwächere Haushalte vorbehalten sein, so dass auch hier zum Bezug ein WBS erforderlich ist.

Antragsberechtigt ist jede volljährige Person, die im Geltungszeitraum des WBS die Volljährigkeit erreicht. Der Antragsteller muss rechtlich in der Lage sein, seinen Lebensmittelpunkt in Berlin begründen zu können (z.B. entsprechender Aufenthaltstitel bei Ausländern).

Einkommensgrenzen für den WBS

Wenn das anrechenbare Gesamteinkommen die nachfolgenden Berliner Einkommensgrenzen nicht überschreitet, besteht ein Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Die Einkommensgrenze für Berlin ist die um 40 Prozent erhöhte Bundes-Einkommensgrenze; sofern Ihr Einkommen auch die bundesweite Einkommensgrenze nicht überschreitet, lohnt sich ggf. die Beantragung einer Einkommensbescheinigung nach § 9 Abs. 2 WoFG.

Jährliche
Einkommensgrenzen
(Euro)

Bundes-
Einkommensgrenze (§ 9 Abs. 2 WoFG)

Berliner Einkommensgrenze
(WBS)

Einpersonenhaushalt

12.000 Euro

16.800 Euro

Zweipersonenhaushalt

18.000 Euro

25.200 Euro

Für jede weitere zum Haushalt rechnende Person

4.100 Euro

5.740 Euro

Für jedes zum Haushalt rechnende  Kind

500 Euro

700 Euro


Bei Ermittlung des Einkommens ist vom jährlichen Bruttoeinkommen einschließlich Lohnersatzleistungen und Krankengeld auszugehen, das in den nächsten 12 Monaten ab Antragstellung zu erwarten ist. Das gesetzliche Kindergeld zählt nicht zum Einkommen.

Je nach Einkommensart können davon unterschiedliche Pauschalbeträge für Werbungskosten abgesetzt werden. Nach den Abzügen sind ggf. noch Freibeträge abzusetzen, beispielsweise für jedes Kind unter 12 Jahren bei Alleinerziehenden, die einer Erwerbstätigkeit oder Ausbildung nachgehen, für Schwerbehinderte oder wenn häusliche Pflegebedürftigkeit im Sinne des § 14 Sozialgesetzbuch XI vorliegt oder bei jungen Ehepaaren. Ausführliche Informationen hierzu in der Mieterfibel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Beispiele für Einkommensgrenzen (diese Werte sind Richtwerte für die Beantragung und begründen keinen Anspruch)

Anzahl der Personen im Haushalt

Berliner Einkommensgrenze

Richtwert für das mögliche Brutto-Jahreseinkommen

1

16.800 Euro

24.900 Euro

2

25.200 Euro

37.800 Euro

3

30.940 Euro

46.900 Euro

4

36.680 Euro

56.000 Euro

5

42.420 Euro

65.200 Euro

6

48.160 Euro

74.300 Euro

 

Wohnungsgröße

Grundsätzlich gilt: Ein Zimmer pro Person. Ein alleinerziehender Elternteil mit 2 Kindern hat also Anspruch auf eine 3-Zimmer-Wohnung. Mit einem Wohnberechtigungsschein für eine 1-Zimmer-Wohnung kann auch eine 1,5-Zimmer-Wohnung oder eine kleine 2-Zimmer-Wohnung angemietet werden. Die Wohnfläche der 2-Zimmer-Wohnung darf aber insgesamt nicht größer sein als 40 m².

Einpersonenhaushalt

max. 40 m²

Zweipersonenhaushalt

2 Räume

Dreipersonenhaushalt

3 Räume

Vierpersonenhaushalt

4 Räume


Beantragung des WBS

Der WBS wird beim Bürgeramt beantragt. Der WBS kann nur in dem Bezirk beantragt werden, in dem der Wohnungssuchende gemeldet ist. Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in Berlin haben, können Sie den WBS in jedem Bezirk beantragen. Wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in Berlin haben, aber bereits einen WBS aus einer anderen Gemeinde haben, müssen Sie diesen in Berlin neu beantragen, da in Berlin andere Einkommensgrenzen gelten.

Kosten des WBS

Der Wohnberechtigungsschein ist gebührenfrei.

Erforderliche Unterlagen

Dem Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein sind folgende Anlagen beizufügen:

  • Einkommenserklärung (Anlage zum Antrag, von jedem - also auch für die volljährigen Kinder - auszufüllen)
  • Einkommensbescheinigung (Anlage zum Antrag, vom Arbeitgeber ausfüllen und abstempeln lassen)
  • Partnerschaftserklärung
  • Erklärung über die derzeitigen und persönlichen Wohnverhältnisse (nur auszufüllen wenn zu ihrem Haushalt mehr als 5 Personen gehören)

Alle Angaben, die im Antrag gemacht werden, sind durch geeignete Kopien zu belegen, z.B.

  • Pass mit Aufenthaltsgenehmigung oder Freizügigkeitsbescheinigung
  • Geburtsurkunde/n des/der Kindes/er
  • Nachweis über den Familienstand (z.B. Scheidungsurteil)
  • Vaterschaftsanerkennung (z.B. bei Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Kind)
  • Schwerbeschädigtenausweis ab GdB 50 v.h.
  • Nachweise über Leistungen wie z.B. Pflegeversicherung
  • Mutterpass mit Eintragung der 14. SSW oder ärztliches Attest
  • bei Studenten: Semesterbescheinigung
  • bei ausländischen Studenten: Bescheinigung über die Dauer des Studiums
  • bei Rente: aktueller Rentenbescheid
  • bei Lohnersatzleistungen oder BAFöG: Bescheide vom Arbeitsamt, Sozialamt oder vom Amt für Ausbildungsförderung
  • bei Einkünften aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb, Land- und Forstwirtschaft, Vermietung und Verpachtung: Einkommenssteuerbescheid des Vorjahres oder Vordruck A 58, abgestempelt vom Finanzamt
  • bei erhöhten Werbungskosten: Einkommenssteuerbescheid des Vorjahres und die beim Finanzamt eingereichte Anlage N mit Aufschlüsselung der Werbungskosten
  • bei Unterhaltsverpflichtungen: Unterhaltstitel und die Nachweise der Zahlungen der letzen 12 Monate
  • bei Kindern ab 16 Jahren: Schulbescheinigung

Antragsformular auf dem Formularserver der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/formulare/de/wohnen.shtml#wohnwirt

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